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CIP-Reinigung: Ablauf, Reiniger und die richtigen Parameter

Fachlich geprüft von der Eco-Nova GmbH · Stand 16.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Edelstahltank mit Rohrleitungen in einer Produktionsanlage

Das Wichtigste in Kürze

Bei der CIP-Reinigung (Cleaning in Place) werden Tanks, Rohrleitungen und Anlagen gereinigt, ohne sie zu zerlegen. Reinigungslösungen werden im Kreislauf umgepumpt. Typisch sind Vorspülen, eine alkalische Reinigung gegen Fett und Eiweiß, eine saure Reinigung gegen Kalk und Mineralbeläge sowie Spülen. Das Ergebnis hängt von Chemie, Temperatur, Zeit und Strömung ab. Eco-Nova liefert die Reiniger und stimmt die Parameter in der Beratung mit Ihnen ab.

Kernaussagen

  • CIP reinigt geschlossene Anlagen ohne Demontage, automatisch und reproduzierbar.
  • Alkalische Reiniger lösen Fett und Eiweiß, saure Reiniger Kalk, Milchstein und Mineralbeläge.
  • CIP-Reiniger müssen schaumarm, gut ausspülbar und mit Edelstahl und Dichtungen verträglich sein.
  • Chemie, Temperatur, Zeit und Strömung müssen zusammenpassen. Sonst bleiben Beläge in Sprühschatten und Totzonen.

Inhalt

Wo Flüssigkeiten, Pasten oder Schüttgüter durch geschlossene Anlagen laufen, ist die Reinigung von Hand kaum möglich: in Tanks, Rohrleitungen, Wärmetauschern, Mischern und Abfüllanlagen. Hier kommt CIP zum Einsatz, Cleaning in Place, also die Reinigung an Ort und Stelle. Die Anlage bleibt zusammengebaut, Reinigungslösungen werden durch Leitungen gepumpt und in Behältern über Sprühköpfe verteilt. Das spart Zeit, macht die Reinigung reproduzierbar und lässt sich dokumentieren.

CIP ist vor allem aus der Lebensmittel-, Getränke- und Milchindustrie bekannt. Es wird aber auch in der Pharma- und Kosmetikproduktion, in der Chemie sowie bei Farben, Lacken und Klebstoffen eingesetzt.

So läuft eine CIP-Reinigung ab

Schritt Zweck Typisches Mittel
1. Vorspülen grobe Produktreste ausspülen Wasser, oft zurückgewonnenes Spülwasser
2. Alkalische Reinigung Fett, Eiweiß, Zucker und organische Beläge lösen alkalischer Reiniger, meist bei erhöhter Temperatur
3. Zwischenspülen Lauge vollständig ausspülen Wasser
4. Saure Reinigung Kalk, Milchstein, Bierstein und Mineralbeläge lösen saurer Reiniger
5. Zwischenspülen Säure vollständig ausspülen Wasser
6. Desinfektion (falls nötig) Keime abtöten Desinfektionsmittel oder Heißwasser
7. Schlussspülen Anlage rückstandsfrei an die Produktion übergeben Wasser in Produktqualität

Welche Schritte nötig sind, hängt von Produkt und Anlage ab. Bei leichten Verschmutzungen reicht manchmal eine alkalische Reinigung. Bei starken Mineralbelägen kommt die saure Stufe häufiger dran. Manche Anlagen fahren die Reinigungslösung nur einmal durch (verlorene Reinigung), andere sammeln sie in Tanks und verwenden sie mehrfach (Stapelreinigung).

Die vier Faktoren: Chemie, Temperatur, Zeit und Strömung

Auch bei CIP gilt der Sinnersche Kreis. Statt Bürste und Hochdruck übernimmt hier die Strömung den mechanischen Teil.

  • Chemie: Reinigertyp und Konzentration. CIP-Anlagen regeln die Konzentration oft über die Leitfähigkeit der Lösung.
  • Temperatur: Viele Beläge lösen sich warm deutlich besser. Zu hohe Temperaturen können Eiweiß aber auch einbrennen.
  • Zeit: die Kontaktzeit pro Schritt. Wer an der Zeit spart, muss oft mit Konzentration oder Temperatur ausgleichen.
  • Mechanik (Strömung): In Rohrleitungen braucht es eine turbulente Strömung. In Behältern müssen die Sprühköpfe alle Flächen erreichen. Sonst bleiben Beläge in Sprühschatten, Totzonen und Abzweigen zurück.

Was ein CIP-Reiniger können muss

  • Schaumarm: Schaum stört Pumpen und Sprühköpfe und verhindert, dass die Lösung die Oberfläche benetzt.
  • Gut ausspülbar: Es dürfen keine Rückstände ins Produkt gelangen.
  • Werkstoffverträglich: mit Edelstahl, Dichtungen und Kunststoffen in der Anlage.
  • Temperaturstabil: Die Wirkung muss bei der Prozesstemperatur erhalten bleiben.
  • Dosierbar und messbar: damit die Anlage die Konzentration zuverlässig regeln kann.
  • Nachweise: im Lebensmittel- und Pharmabereich zum Beispiel Bescheinigungen zur Eignung.
  • Abwasser: Laugen und Säuren müssen vor der Einleitung meist neutralisiert werden.

Wo Eco-Nova hilft

Wir konzentrieren uns auf die Reinigungsschritte. Desinfektionsmittel gehören nicht zu unserem Sortiment. Den Faktor Chemie liefern wir selbst: Unsere Reiniger entwickeln und produzieren wir seit über 30 Jahren in Schüttorf, in Gebinden bis zum 1.000-Liter-IBC. Da wir selbst herstellen, können wir Reiniger auf die Anforderungen Ihrer CIP-Anlage einstellen, etwa auf Schaumverhalten, Konzentration oder Temperaturbereich. Für die einzelnen Schritte könnte zum Beispiel geeignet sein:

Aufgabe Typische Beläge Könnte geeignet sein
Alkalische Reinigung eingebrannte Rückstände, Eiweiß, Fett, Lebensmittelreste Ultranova
hochalkalisch, gekennzeichnet
Saure Reinigung in Rohrleitungen und Tanks Kalk, Mineralbeläge, Rost Novascal
sauer, gekennzeichnet; die Farbkodierung zeigt den Reinigungsfortschritt
Saure Reinigung in lebensmittelverarbeitenden Betrieben Kalk, Rost, Mineralbeläge Meganova
sauer; mit NSF- bzw. ISEGA-Bescheinigung
Kreislaufreinigung in der Non-Food-Industrie Öle, Fette, Pigmente, leichte Klebstoffreste Microsolv Plus
schaumarm, verdünnbar, laut SDB ohne Gefahrenpiktogramm
Hartnäckige Beläge, Sprühschatten, Totzonen eingebrannte oder vercrackte Beläge individuell, in der Beratung

Die Vorschläge sind ein erster Anhaltspunkt. Welcher Reiniger, welche Konzentration und welche Temperatur für Ihre Anlage und Ihr Produkt optimal sind, finden wir gemeinsam in der Beratung heraus, mit Tests an Ihrer Anlage.

Mechanik, Temperatur und Zeit liegen in Ihrer Anlage. Hier helfen wir mit Beratung:

  • Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Beläge wo entstehen und welcher Schritt sie lösen muss.
  • Wir testen Reiniger und Konzentrationen an Ihrer Anlage und vergleichen sie mit Ihrem bisherigen Programm.
  • Wir zeigen, wo sich Zeit, Temperatur oder Konzentration verschieben lassen, ohne dass das Ergebnis leidet.
  • Für Teile, die CIP nicht erreicht, etwa Sprühköpfe, Dichtungen oder ausgebaute Armaturen, finden wir den passenden Reiniger für die manuelle Reinigung.
  • Gibt es für Ihre Anforderung noch keinen passenden Reiniger, entwickeln wir eine eigene Rezeptur (Tailor Made).
  • Nachweise wie NSF- oder ISEGA-Bescheinigungen und Erklärungen zu SVHC und REACH stellen wir auf Anfrage bereit. Mehr dazu: Konformitäten und Bescheinigungen.

Typische Probleme und was dahinter steckt

  • Beläge bleiben trotz Programm: Oft passt die Strömung nicht, es gibt Sprühschatten, oder die Temperatur ist zu niedrig.
  • Schaum in der Anlage: Der Reiniger ist nicht schaumarm, oder Produktreste schäumen beim Vorspülen auf.
  • Kalk und Mineralbeläge wachsen: Die saure Stufe läuft zu selten, oder das Wasser ist sehr hart.
  • Eingebranntes Eiweiß in Erhitzern: zu hohe Temperatur in der alkalischen Stufe oder zu lange Produktionsläufe.
  • Hoher Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie: Hier lohnt ein Blick auf Stapelreinigung, Rückgewinnung und abgestimmte Parameter.

Beachten Sie stets die Hinweise im Sicherheitsdatenblatt. Alkalische und saure CIP-Reiniger sind häufig als ätzend gekennzeichnet und erfordern die Schutzausrüstung laut Sicherheitsdatenblatt. Das Sicherheitsdatenblatt erhalten Bestandskunden sowie Kunden mit Testmenge oder Vorführung auf Anfrage.

Ihre CIP-Reinigung dauert zu lange, verbraucht zu viel oder hinterlässt Beläge? Schildern Sie uns Anlage, Produkt und Ihr aktuelles Reinigungsprogramm. Unsere technischen Berater/innen schlagen einen Reiniger vor, stellen Muster zusammen und kommen auf Wunsch zu Ihnen.

Kostenlose Beratung

Ihr Reinigungsproblem lösen wir gemeinsam

Schildern Sie uns Verunreinigung und Oberfläche – unsere technischen Berater/innen empfehlen die passende Lösung. Muster kostenlos.

Lieber telefonisch? 05923 99 36 0

FAQ

Häufige Fragen

Was bedeutet CIP-Reinigung?
CIP steht für Cleaning in Place, die Reinigung an Ort und Stelle. Tanks, Rohrleitungen und Anlagen werden gereinigt, ohne sie zu zerlegen. Reinigungslösungen werden im Kreislauf umgepumpt oder über Sprühköpfe verteilt.
Welche Schritte hat eine CIP-Reinigung?
Typisch sind Vorspülen, eine alkalische Reinigung, Zwischenspülen, eine saure Reinigung, Zwischenspülen, bei Bedarf eine Desinfektion und das Schlussspülen. Welche Schritte nötig sind, hängt von Produkt und Anlage ab.
Wann brauche ich einen alkalischen und wann einen sauren Reiniger?
Alkalische Reiniger lösen organische Beläge wie Fett, Eiweiß und Zucker. Saure Reiniger lösen mineralische Beläge wie Kalk, Milchstein oder Bierstein. Viele Anlagen brauchen beides.
Warum muss ein CIP-Reiniger schaumarm sein?
Schaum stört Pumpen und Sprühköpfe und verhindert, dass die Reinigungslösung die Oberfläche vollständig benetzt. Das Reinigungsergebnis wird schlechter.
Warum bleiben trotz CIP Beläge zurück?
Häufig passen Strömung, Temperatur oder Kontaktzeit nicht, oder es gibt Sprühschatten und Totzonen in der Anlage. Wir prüfen das gemeinsam mit Ihnen.
Kann Eco-Nova Reiniger auf meine CIP-Anlage einstellen?
Ja. Da wir unsere Reiniger selbst entwickeln und herstellen, können wir sie auf Ihre Anforderungen einstellen, etwa auf Schaumverhalten, Konzentration oder Temperaturbereich. Für mehrere Reiniger liegen außerdem Bescheinigungen von NSF oder ISEGA vor, zum Beispiel für Meganova.

Unser Vorschlag

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Ultranova ist ein konzentrierter, hoch-alkalischer Reiniger speziell entwickelt für die Entfernung von eingebrannten Rückständen.

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Wir prüfen Ihre Anwendung und empfehlen die vielversprechendste Lösung – auf Wunsch mit kostenlosem Muster zum Testen.

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