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Diesel als Trennmittel im Asphaltbau: Was die Labormessung zeigt

Fachlich geprüft von der Eco-Nova GmbH · Stand 07.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Lkw mit Mulde kippt Asphaltmischgut in den Straßenfertiger

I punti salienti in breve

Diesel ist als Trennmittel kritisch: Er ist unter anderem als entzündbar, gesundheitsschädlich und wassergefährdend eingestuft, löst Bitumen an und erhöht die Dämpfe und Aerosole deutlich. Im Labortest der TPA GmbH lag der Messwert mit Diesel etwa fünfmal so hoch wie ohne Trennmittel. Mit Antistick ECO auf Rapsölbasis lag er 74 bis 80 % niedriger als mit Diesel.

Punti chiave

  • Im Labortest (TPA, IFA-Methode, SMA 8 S, 150 °C) führte Diesel zu 543,5 mg/m³ Dämpfen und Aerosolen, etwa dem Fünffachen des Mischguts ohne Trennmittel.
  • Mit Antistick ECO lagen die Werte bei 105,9 bis 141,1 mg/m³, also 74 bis 80 % unter Diesel.
  • Diesel ist entzündbar, gesundheitsschädlich, wassergefährdend (WGK 2) und Gefahrgut nach ADR.
  • Die BG BAU rät von mineralölhaltigen Trennmitteln ab; ab 2027 gilt der Grenzwert für Bitumendämpfe auch für Walzasphalt.

Indice

Auf vielen Baustellen wird Diesel noch immer als Trennmittel auf Mulden, Walzen und Werkzeug gesprüht. Er ist billig und ohnehin vorhanden. Als Trennmittel ist Diesel aber kritisch: für die Gesundheit, für Boden und Gewässer, für das Mischgut – und für die Messwerte, die ab 2027 auch beim Walzasphalt zählen. Eine Labormessung zeigt jetzt, wie groß der Unterschied ist.

Die Nachteile von Diesel als Trennmittel

  • Gesundheit: Diesel ist nach CLP unter anderem als entzündbar, beim Einatmen gesundheitsschädlich, hautreizend und mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung eingestuft. Beim Sprühen auf heiße Flächen atmen die Beschäftigten Dämpfe und Nebel ein.
  • Mehr Dämpfe und Aerosole: Im Labortest stieg der Messwert mit Diesel auf etwa das Fünffache des Mischguts ohne Trennmittel. Die BG BAU rät in ihrer Branchenlösung Walzasphalt deshalb von mineralölhaltigen Trennmitteln ab.
  • Brandgefahr: Der Flammpunkt von Diesel liegt ab 55 °C, also weit unter der Temperatur von heißem Asphalt und heißen Maschinenteilen.
  • Boden und Gewässer: Diesel ist deutlich wassergefährdend (WGK 2) und giftig für Wasserorganismen. Was von Mulde, Walze oder Werkzeug abtropft, landet im Boden oder in der Kanalisation.
  • Mischgut: Diesel löst Bitumen an. Tropft er auf das Mischgut oder in die Mulde, kann er das Bindemittel stellenweise erweichen.
  • Transport und Lagerung: Diesel ist Gefahrgut nach ADR und muss entsprechend transportiert und gelagert werden.

Labormessung: Diesel gegen Antistick ECO

Die TPA GmbH (Labor Hamburg) hat im Auftrag von Eco-Nova gemessen, wie stark Trennmittel die Dämpfe und Aerosole aus heißem Asphaltmischgut beeinflussen. Grundlage war die Methode des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA-Arbeitsmappe 6305, Verfahren 1). Ein Splittmastixasphalt SMA 8 S wurde bei 150 °C in einem Labormischer bewegt, die Luft darüber über einen Glasfaserfilter (Aerosole) und eine XAD-2-Kartusche (Dämpfe) gesaugt. Die Proben hat das ANECO Institut für Arbeitsschutz analysiert.

Mischgut SMA 8 S, 150 °C Gesamtmesswert Dämpfe und Aerosole im Vergleich zu Diesel
ohne Trennmittel (Referenz) 104,0 mg/m³ –81 %
mit Antistick ECO 150 LV 105,9 mg/m³ –80 %
mit Antistick ECO 150 120,6 mg/m³ –78 %
mit Antistick ECO 170 141,1 mg/m³ –74 %
mit Diesel 543,5 mg/m³ –

Das Ergebnis: Mit Diesel lag der Gesamtmesswert bei 543,5 mg/m³ – etwa fünfmal so hoch wie ohne Trennmittel. Mit Antistick ECO lagen die Werte 74 bis 80 % darunter. Antistick ECO 150 LV lag mit 105,9 mg/m³ nahezu auf dem Niveau des Mischguts ohne Trennmittel.

Auf der Baustelle wird nie ganz ohne Trennmittel gearbeitet. Entscheidend ist deshalb der Vergleich mit dem, was sonst eingesetzt wird – und da liegen zwischen Diesel und Antistick ECO Welten.

Laborwerte, je Variante eine Messung. Sie zeigen den Einfluss des Trennmittels im direkten Vergleich und sind nicht mit Messwerten auf der Baustelle oder dem Arbeitsplatzgrenzwert vergleichbar; dort fallen die Werte deutlich niedriger aus. Ob der Grenzwert an einer Einbaustelle eingehalten wird, hängt vor allem von Einbautemperatur, Absaugung und Arbeitsverfahren ab. Den vollständigen Prüfbericht senden wir Ihnen auf Anfrage: Prüfbericht anfordern.

Diesel und Antistick ECO im Vergleich

Diesel Antistick ECO 150 / 150 LV / 170
Labormesswert Dämpfe und Aerosole* 543,5 mg/m³ 105,9 bis 141,1 mg/m³ (74–80 % weniger)
Classificazione u. a. entzündbar, gesundheitsschädlich beim Einatmen, Verdacht auf krebserzeugende Wirkung, giftig für Wasserorganismen secondo la scheda di sicurezza, non è classificato come pericoloso
Punto di infiammabilità ab 55 °C oltre 150 °C (ECO 170: oltre 170 °C)
Trasporto Gefahrgut nach ADR (Klasse 3) non è una merce pericolosa ai sensi dell'ADR
Wassergefährdungsklasse WGK 2 (deutlich wassergefährdend) WGK 1 (Selbsteinstufung)
Base di materie prime Mineralöl materie prime vegetali (estere metilico dell’olio di colza)
Wirkung auf Bitumen löst Bitumen an für den Einsatz als Trennmittel entwickelt

* Labortest der TPA GmbH nach IFA-Arbeitsmappe 6305, Verfahren 1, SMA 8 S bei 150 °C (Prüfbericht vom 06.10.2026). Angaben zu Antistick ECO laut Sicherheitsdatenblatt, zu Diesel laut GESTIS-Stoffdatenbank.

Quale Antistick ECO è più adatto?

  • Antistick ECO 150: der Standard für die meisten Anwendungen im Asphaltbau.
  • Antistick ECO 150 LV: für automatische Sprühanlagen mit feinen Düsen, im Labortest mit dem niedrigsten Messwert der Reihe.
  • Antistick ECO 170: dickflüssiger, für lange Transportwege, PmB und mehrere Beladungen.

Von Diesel umstellen in vier Schritten

  1. Diesel nicht mehr nachfüllen und Antistick ECO nicht mit Diesel mischen.
  2. Tank, Leitungen und Düsen spülen, zum Beispiel mit Bituclean Extra.
  3. Testmenge einsetzen: 10 oder 20 Liter auf den eigenen Maschinen und mit dem eigenen Mischgut.
  4. Saison planen: Lieferung im Fass oder IBC, abgestimmt auf den Bedarf.

Testmenge oder Angebot anfragen – oder mehr zum Grenzwert lesen: Bitume AGW a partire dal 2027: a cosa devono prestare attenzione ora i produttori di asfalto per quanto riguarda gli agenti distaccanti.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung oder Gefährdungsbeurteilung. Stand: Oktober 2026.

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Domande frequenti

Domande frequenti

Darf man Diesel als Trennmittel verwenden?
Diesel ist als Trennmittel kritisch. Die BG BAU rät in ihrer Branchenlösung Walzasphalt von mineralölhaltigen Trennmitteln ab, weil sie die Messwerte für Bitumendämpfe erhöhen. Ab dem 1. Januar 2027 gilt der Arbeitsplatzgrenzwert auch für Walzasphalt.
Wie viel mehr Dämpfe und Aerosole entstehen mit Diesel?
Im Labortest der TPA GmbH lag der Gesamtmesswert mit Diesel bei 543,5 mg/m³, ohne Trennmittel bei 104,0 mg/m³ und mit Antistick ECO bei 105,9 bis 141,1 mg/m³. Laborwerte sind nicht mit Baustellenwerten vergleichbar.
Was ist die Alternative zu Diesel?
Ein Trennmittel ohne mineralölhaltige Stoffe, zum Beispiel Antistick ECO auf Basis von Rapsölmethylester. Es ist laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft, kein Gefahrgut nach ADR und hat einen Flammpunkt über 150 °C.
Wie stelle ich von Diesel auf Antistick ECO um?
Diesel nicht mehr nachfüllen und nicht mischen, Tank, Leitungen und Düsen spülen und dann eine Testmenge von 10 oder 20 Litern auf den eigenen Maschinen einsetzen.

Agenti distaccanti adeguati

Questi prodotti sono utili

Versione di Antistick ECO 150 destinata agli impianti di spruzzatura automatici dotati di ugelli a getto fine montati su finitrici e rulli.
Agente distaccante universale a base di materie prime vegetali (estere metilico dell’olio di colza) per finitrici, rulli, benne e utensili manuali utilizzati nella costruzione di strade in asfalto.
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