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Teer, Asphalt und Bitumen entfernen – und Anhaftungen vorbeugen

Fachlich geprüft von der Eco-Nova GmbH · Stand 05.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Straßenbauarbeiter neben einem Asphaltfertiger mit Bitumen

Das Wichtigste in Kürze

Bitumen- und Asphaltreste lassen sich mechanisch, mit Trockeneis, mit Wärme oder chemisch mit einem Bitumenlöser entfernen. Chemisch geht es oft am schonendsten. Die Bitumenlöser von Eco-Nova sind nicht als gefährlich eingestuft. Welcher für Ihre Anwendung optimal ist, finden wir gemeinsam in der Beratung heraus. Noch besser ist es, wenn Asphalt gar nicht erst haftet: Trennmittel wie Antistick ECO auf Rapsölbasis schützen Fertiger, Walzen und Mulden.

Kernaussagen

  • Bitumen ist das Bindemittel im Asphalt. Teer ist ein anderer Stoff und enthält krebserzeugende PAK.
  • Mechanische Verfahren und Strahlen können empfindliche Oberflächen beschädigen.
  • Beim Abbrennen entstehen gesundheitsschädliche Dämpfe, nur mit Absaugung und Schutzausrüstung.
  • Ein Trennmittel verringert Anhaftungen und damit den Reinigungsaufwand.

Inhalt

Bitumen, Asphalt, Teer: Was ist der Unterschied?

  • Bitumen wird bei der Destillation von Erdöl gewonnen. Es ist schwarz, zäh und klebrig und wird in Dachbahnen, Abdichtungen, Dämm- und Schallschutzmatten und als Bindemittel im Straßenbau verwendet.
  • Asphalt ist ein Gemisch aus Bitumen und Gesteinskörnung. Was an Maschinen klebt, ist also vor allem Bitumen mit Splitt und Sand.
  • Teer wird aus Kohle gewonnen, nicht aus Erdöl. Er enthält krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Im Straßenbau wird er heute nicht mehr eingesetzt, steckt aber noch in alten Belägen, Dachbahnen und Anstrichen.

Für die Reinigung verhalten sich alle drei ähnlich: Sie haften stark, werden mit Wärme weich und lassen sich mit einem geeigneten Lösemittel anlösen. Bei teerhaltigem Material ist besondere Vorsicht geboten.

Wo Bitumen- und Asphaltreste entstehen

  • Straßenbau: Straßenfertiger (Bohle, Schnecke, Tamper), Walzenbandagen und Gummiräder, Lkw-Mulden, Handwerkzeug
  • Asphaltmischanlagen: Mischer, Silos, Klappen, Förderbänder
  • Industrie: Herstellung von Dachbahnen, Abdichtungen und Dämmmatten, Behälter, Pumpen, Rohrleitungen
  • Fahrzeuge und Flächen: Bitumenspritzer auf Lack, Böden, Wänden und Fassaden

Die Methoden im Vergleich

Methode Geeignet für Nachteile
Mechanisch (Schaber, Spachtel, Schleifen) dicke Schichten auf robusten Flächen zeitaufwendig, kann die Oberfläche beschädigen
Trockeneisstrahlen Maschinen, Formen, empfindliche Bauteile Strahlgerät nötig, laut, bei dicken Schichten langsam
Strahlen mit Granulat robuste Flächen, Beton, Stahl abrasiv, Staub und Strahlgut müssen entsorgt werden
Wärme / Abbrennen dicke Schichten gesundheitsschädliche, bei Teer krebserzeugende Dämpfe, Brandgefahr
Bitumenlöser Maschinen, Werkzeug, Fahrzeuge, Ecken und Spalten Einwirkzeit, Abwasser über Ölabscheider

Welche Methode passt, hängt von Oberfläche, Schichtdicke und Umgebung ab. Bei dicken Schichten lohnt sich oft eine Kombination: zuerst mechanisch abtragen, dann den Rest chemisch lösen.

Bitumenlöser: Worauf es ankommt

Herkömmliche Bitumenlöser und viele Werkstatt-Behelfe basieren auf Diesel, Testbenzin oder aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese sind häufig als entzündbar, gesundheitsschädlich oder gewässergefährdend eingestuft.

Die Bitumenlöser von Eco-Nova sind laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft. Für viele Anwendungen an Maschinen, Fahrzeugen und Flächen könnte zum Beispiel Bituclean Extra geeignet sein. Es wird pur mit einem Drucksprühgerät aufgetragen, wirkt je nach Schichtdicke sofort und wird danach mit Wasser abgespült. Die entstehende Emulsion kann über einen geeigneten Ölabscheider abgeleitet werden. Maßgeblich sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und die örtlichen Vorgaben zur Abwassereinleitung.

Welcher Bitumenlöser für Ihre Oberfläche, Schichtdicke und Ihren Ablauf optimal ist, finden wir gemeinsam in der Beratung heraus, meist mit einem kostenlosen Muster oder einer Vorführung vor Ort.

So gehen Sie vor

  1. Maschine abschalten und abkühlen lassen. Warme Reste lassen sich zwar leichter abschaben, der Reiniger verdunstet dann aber schneller.
  2. Dicke Schichten mechanisch vorreinigen.
  3. Bitumenlöser aufsprühen und je nach Schichtdicke einwirken lassen.
  4. Angelöste Reste mit Bürste, Schaber oder Hochdruckreiniger abnehmen.
  5. Mit Wasser nachspülen und das Abwasser über einen Ölabscheider ableiten.

Vorbeugen: Mit Trennmittel haftet Asphalt gar nicht erst

Am wenigsten Arbeit macht Bitumen, das gar nicht erst haftet. Deshalb werden Fertiger, Walzen, Mulden und Werkzeuge im Asphaltbau vor dem Einsatz mit einem Trennmittel eingesprüht. Es bildet einen dünnen Film, auf dem heißer Asphalt nicht festklebt. Die Maschinen bleiben sauberer, und die Reinigung nach Schichtende geht schneller.

Ab 2027 wird die Wahl des Trennmittels wichtiger. Ab dem 1. Januar 2027 gilt der Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen (1,5 mg/m³) auch beim Einbau von Walzasphalt. Laut BG BAU können mineralölbasierte Trennmittel die Messwerte deutlich erhöhen. Ihre Branchenlösung empfiehlt deshalb Trennmittel ohne mineralölhaltige Stoffe, sparsam dosiert. Das betrifft auch Diesel, der auf Baustellen noch oft als Trennmittel verwendet wird, denn Diesel ist ein Mineralölprodukt. Mehr dazu: AGW Bitumen ab 2027: Was Asphaltbauer bei Trennmitteln jetzt beachten müssen.

Antistick ECO von Eco-Nova basiert auf pflanzlichen Rohstoffen (Rapsölmethylester):

  • laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft
  • kein Gefahrgut nach ADR
  • Flammpunkt über 150 °C
  • für Straßenfertiger, Walzenbandagen und Gummiradwalzen, Lkw- und Thermomulden, Handwerkzeug, Asphaltkocher sowie Formen und Schalungen
  • im 200-Liter-Fass oder 1.000-Liter-IBC, Testmenge 10 oder 20 Liter

Welche Variante zu Ihren Maschinen und Ihrem Mischgut passt, stimmen wir mit Ihnen ab. Wer umstellt, verbraucht zuerst den Restbestand, spült Tank, Leitungen und Düsen und testet dann eine Testmenge auf den eigenen Maschinen.

Zu den Trennmitteln für den Asphaltbau – Angebot oder Testmenge (10–20 L) anfragen.

Mehr zur Reinigung von Fertigern, Walzen und Lkw: Entfernen und Reinigen von Asphalt auf Baumaschinen

Beachten Sie stets die Hinweise im Sicherheitsdatenblatt und tragen Sie die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung. Das Sicherheitsdatenblatt erhalten Bestandskunden sowie Kunden mit Testmenge oder Vorführung auf Anfrage.

Kostenlose Beratung

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Methode ist die beste, um Bitumen zu entfernen?
Das hängt von Oberfläche, Schichtdicke und Umgebung ab. Für Maschinen und Werkzeuge ist ein Bitumenlöser meist die schonendste Lösung. Dicke Schichten trägt man vorher mechanisch ab. Welcher Bitumenlöser passt, klären wir in der Beratung.
Wie wende ich einen Bitumenlöser an?
Bitumenlöser wie Bituclean Extra werden pur mit einem Drucksprühgerät aufgetragen. Je nach Schichtdicke kurz einwirken lassen, die angelöste Verunreinigung abnehmen und mit Wasser nachspülen. Hinweise zur Entsorgung enthält das Sicherheitsdatenblatt.
Funktioniert das auch bei alten, ausgehärteten Resten?
In der Regel ja. Dicke oder sehr alte Schichten brauchen mehr Einwirkzeit oder mehrere Durchgänge. Ein kostenloses Muster zeigt, wie der Reiniger bei Ihnen wirkt.
Was hilft, damit Asphalt nicht an Fertiger, Walze oder Mulde klebt?
Ein Trennmittel, das vor dem Einsatz dünn aufgesprüht wird. Antistick ECO von Eco-Nova basiert auf Rapsölmethylester und ist laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft.
Darf ich Diesel als Trennmittel verwenden?
Diesel ist ein Mineralölprodukt. Die BG BAU empfiehlt in ihrer Branchenlösung Walzasphalt, keine mineralölhaltigen Trennmittel zu verwenden, weil sie die Messwerte für Bitumendämpfe erhöhen können. Ab 2027 gilt der Grenzwert auch für Walzasphalt.
Ist Teer gefährlicher als Bitumen?
Ja. Teer enthält krebserzeugende PAK. Teerhaltiges Material nicht abbrennen und nur mit geeigneter Schutzausrüstung bearbeiten.

Unser Vorschlag

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Bituclean Extra ist ein leistungsfähiges Lösemittel speziell entwickelt zur Entfernung von Bitumen, Ölen,  Fetten und Teer.

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